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Die Geschichte der Halberstädter Landwurst GmbH begann am 22.Juli 1958 mit dem Zusammenschluß von 21 Betrieben des Fleischerhandwerks zu einer Produktionsgenossenschaft, die zunächst aus
42 Mitarbeitern bestand.
Am 28.Juli 1958 erfolgte der Produktionsbeginn der neuen PGH Harzland an fünf verschiedenen Standorten unter zum Teil schwierigsten Bedingungen.
In der Folgezeit suchte man deshalb nach Möglichkeiten, den Betrieb zentraler und effektiver zu gestalten und gleichzeitig die Qualität der produzierten Waren zu erhöhen.
Diese Bestrebungen mündeten nach langwierigen Verhandlungen in dem Neubau einer Produktions-stätte in der Halberstädter Spiegelstrasse, welche jedoch erst im Mai 1962 in Betrieb genommen werden konnte.
Mit der Wiedervereinigung im Jahre 1990 vollzogen sich für die PGH Harzland erneut tief greifende Veränderungen.
Die alten PGH ´s der DDR-Zeit wurden aufgelöst oder in neue Gesellschaftsformen umgewandelt.
Aus der PGH Harzland wurde so zunächst einmal die Fleischer GmbH Harzland. Am 08.11.1990 erfolgte letztendlich die Gründung der Halberstädter Landwurst GmbH. Die wirtschaftliche und gesellschaftsrechtliche Situation der Firma gestaltete sich in der Folgezeit sehr wechselhaft.
Einerseits gab es nunmehr starke Konkurrenz aus den alten Bundesländern, auf der an-deren Seite wurde es zunehmend schwierig, die neuen Qualitäts- und Produktionsanforderungen in den alten Betriebsräumen umzusetzen.
Mitte des folgenden Jahres entschloss sich das Unternehmen daher zum Neubau einer Produkt-ionsstätte im gerade entstandenen Gewerbegebiet.
Dieser Plan wurde in der Folgezeit jedoch zu Gunsten eines effektiveren und gleichzeitig weitaus preisgünstigeren Modells verworfen: die Umsiedlung der Halberstädter Landwurst GmbH auf das Betriebsgelände des Halberstädter Schlachthofes.
Nach Um- und Ausbau der dort vorhandenen Produktionsanlagen i.H.v. etwa 3 Mio. DM verlegte die Landwurst GmbH Mitte 1996 plangemäß ihren Sitz und konnte fortan allen Ansprüchen an eine moderne Produktion gerecht werden.
Das Erreichen der EU-Zertifizierung für Zerlegung und Wurstproduktion im Jahre 1996 gibt Zeugnis dieser neuen Entwicklung und garantierte dem Unternehmen gleichzeitig die Fähigkeit zur weiteren Belieferung der großen Handelsketten und somit eine gute Ausgangsbasis für die Zukunft.
Von 1999 bis 2006 erzielte die Halberstädter Landwurst GmbH kontinuierlich gute Ergebnisse und sicherte sich somit eine stabile wirtschaftliche Position, die nunmehr Grundstein der Weiter-entwicklung sein sollte.
Denn bis zu diesem Zeitpunkt konnte das Unter-nehmen zwar auf eine moderne, in allen Belangen konkurrenzfähige, Wurstproduktion verweisen, da jedoch weder vor- , noch nachgelagerte Integrations- und Diversifikationsstufen bestanden, war die Landwurst stets zu 100% auf externe Rohstofflieferanten und die Fremdvermarktung an Groß- und Einzelkunden angewiesen.
Mit dem Kauf von Unternehmensanteilen (90%) des Schweinemastbetriebes SMA-Meister GmbH wurde ein erster Schritt in Richtung Unabhängigkeit vollzogen.
Ziel war es, einen Großteil der für die Wurstproduktion benötigten Rohstoffe über diesen Lieferanten abzusichern, Marktschwankungen auszugleichen und eine größere Transparenz bei der Rückverfolgbarkeit der verarbeiteten Waren zu schaffen.
Eine ebenso bedeutsame Maßnahme im Rahmen der vertikalen Integrationspläne stellte die Übernahme der Schlachtung der Halberstädter Schlachthof GmbH dar.
Mit den vorhandenen 62 Mitarbeitern des Schlachthofes begann im März 2007 die eigene Schlachttätigkeit der Landwurst GmbH. Die Nutzung der benötigten Teile des Anlagevermögens konnte über langfristige Miet- und Pachtverträge bzw. durch Teilverkäufe gewährleistet werden.
Die Schlachtkapazität wurde von rund 8000 Schweinen pro Monat auf inzwischen rund 11.000 Schweine monatlich gesteigert.
Aber auch im Absatzbereich blieb das Unternehmen nicht untätig.
So wurde neben dem erfolgreichen Produktverkauf an Handelsketten und Metzgereien ab September 2006 eine Eigenvermarktungsschiene aufgebaut, die sich gegenwärtig aus 15 Verkaufsfilialen,
5 Verkaufsmobilen sowie dem Spezialitäten-restaurant “ Schwejk “ zusammensetzt.
Betriebsbereich Sauenanlage Rohrsheim
| Standort: | Rohrsheim, ca. 25 Km von Halberstadt entfernt |
| Funktion: | Sauenanlage für Produktion von Ferkeln zur späteren Mast |
| Nutzfläche Ställe: | ca. 8000 m² |
| Nutzfläche Lager: | ca. 1000 m² |
| Nutzfläche Verw./Sozial.: | ca. 600 m² |
| Tierbestand: | 749 produzierende Sauen |
| Mitarbeiter: | 8 |
Die vorhandenen Sauen produzieren pro Jahr etwa 16.500 Ferkel. Die Tragzeit dauert ca. 115 Tage, pro Wurf bekommt eine Sau ca. 7-8 Ferkel, ca. 3 Würfe pro Jahr.
Nach einer Zeit von ca. 11 Wochen haben die Ferkel ein Gewicht von etwa 25 – 30 kg erreicht und werden dann zum nächsten Betriebsbereich, der Schweinemastanlage in Derenburg gebracht.
Betriebsbereich Schweinemastanlage Derenburg
| Standort: | Derenburg, ca. 10 km von Halberstadt entfernt |
| Funktion: | Schweinemastanlage |
| Nutzfläche Ställe: | ca. 4.500 m² |
| Nutzfläche Lager: | ca. 1.000 m² |
| Nutzfläche Verw./Sozial.: | ca. 600 m² |
| Tierbestand: | ca. 8.100 Mastschweine |
| Mitarbeiter: | 6 |
In der Mastanlage werden die in der Sauenanlage Rohrsheim produzierten Ferkel bis zur Schlachtreife gemästet. Ein Schwein ist schlachtreif, wenn es ein Lebendgewicht von ca. 120 kg erreicht hat. Bis die Tiere dieses Gewicht erreicht haben, bleiben sie ca. 120 - 140 Tage in der Mastanlage. Anschließend werden sie mit einem Viehtransporter zum ca. 10 km entfernten Schlachthof nach Halberstadt gebracht.
Die Fütterung der Tiere erfolgt über eine computergesteuerte Fütterungs- und Tränkeanlage. Pro Schwein kann somit eine Gewichtszunahme von ca. 600 - 650g pro Tagverzeichnet werden. Der Betrieb liefert pro Jahr etwa 16.000 Schlachtschweine an die Halberstädter Landwurst GmbH.
Betriebsbereich Schlachtung, Zerlegung, Verwaltung
| Standort: | Halberstadt |
| Funktion: | Schlachtung von Schweinen Zerlegung der Schweinehälften Vermarktung an Klein- und Großkunden, sowie an die eigenen Filialen |
| Nutzfläche Wartestall: | ca. 500 m² |
| Nutzfläche Schlachtung: | ca. 900 m² |
| Nutzfläche Kühlhallen: | ca. 770 m² |
| Nutzfläche Zerlegung: | ca. 460 m² |
| Nutzfläche Verwaltung: | ca. 520 m² |
| Nutzfläche Disposition: | ca. 750 m² |
| Nutzfläche Lager / sonstiges: | ca. 1.000 m² |
| Mitarbeiter | ca. 90* * inkl. Mitarbeiter für Verwaltung, Technik und Verkauf |
Die aus der eigenen Mastanlage, von Agrargenossenschaften, bäuerlichen Betrieben und Viehhändlern aus der Region bezogenen Schweine werden geschlachtet und anschließend in das Kühlhaus gebracht. Die Schlachtkapazität liegt bei ca. 85-90 Stück Schweinen pro Stunde. Monatlich werden je nach Marktlage zwischen 8.000 und 12.000 Schweine geschlachtet. Dabei werden ca. 900.000 kg Fleisch- und Nebenprodukte gewonnen.
Rund 50-60% der geschlachteten Schweine werden in der angeschlossenen Zerlegung entsprechend der Kunden-bestellungen in Teilstücke (z.B. Schinken, Schulter, Kotelett etc.) zerlegt. Der restliche Anteil wird als komplette Schweinehälfte verkauft.
Mit Hilfe der 10 eigenen Kühl-LKWs und -Transportern werden die produzierte und nach Kundenbestellungen zusammengestellte Ware täglich direkt an die Fleischbetriebe, kleinere Metzgereien, sowie die eigenen Filialen der Halberstädter Landwurst GmbH ausgeliefert.
Größere Fleischverarbeitungsbetriebe sind dabei bis zu 250 km vom Schlachthof entfernt, private Metzgereien und das eigene Filialnetz liegen größtenteils im Umkreis von ca. 90 km um Halberstadt.
Betriebsbereich Produktion
| Standort: | Halberstadt |
| Funktion: | Herstellung von Fleisch- und Wurstspezialitäten nach harztypischen Rezepturen |
| Nutzfläche Produktion: | ca. 830 m² |
| Nutzfläche Reife / Lagerhalle: | ca. 300 m² |
| Mitarbeiter: | ca. 25 |
Die Halberstädter Landwurst GmbH, ein wurstproduzierendes Unternehmen, welches auf eine lange handwerkliche Tradition zurückblicken kann.
Nach alten, harztypischen Rezepten werden heute rund 170 verschiedene Wurstprodukte und etwa 50 Fleischsortimente hergestellt und an mehrere große Handelsketten, die eigenen Filialen und eine Vielzahl von Kleinkunden vertrieben.
Die tägliche Produktion beträgt rund 5 t. Sehr beliebte Produkte sind dabei die Bratwurst, Leberwurst, Würstchen und Glaskonserven. Ausdruck für die hervorragende Qualität der Erzeugnisse stellen sowohl die EU-Zertifizierung für die Produktion und Zerlegung, als auch die errungenen DLG-Prämierungen dar.
Filialnetz der Halberstädter Landwurst GmbH
Neben dem Absatzweg über externe Kunden hat sich die Halberstädter Landwurst GmbH auch interne Absatzmöglichkeiten aufgebaut. Neben unserem Restaurant „Schwejk“ hat das Unternehmen inzwischen
17 eigene Filialen sowie 5 Verkaufsmobile eingegliedert, in denen ca. 85 Mitarbeiter beschäftigt sind.
Unsere Verkaufsstellen können Sie an folgenden Standorten besuchen:
| Verkaufsstelle: | Straße: | PLZ Ort: | Telefon/Fax: |
| Halberstadt | Straße des 20.Juli | 38820 Halberstadt | 03941-567916 |
| Oschersleben | Breitscheidstraße 28 | 39387 Oschersleben | 03949-95296 |
| Gröningen | Friedensplatz 4 | 39397 Gröningen | 039403-5453 |
| CAP-Markt | August-Bebel-Ring 13 | 06484 Quedlinburg | 03946-9019962 |
| Quedlinburg | Breite Straße 44 | 06484 Quedlinburg | 03946-525556 |
| Ballenstedt | Schloss-Straße 12 | 06493 Ballenstedt | 039483-97337 |
| Aschersleben I | Lindenstraße 27 | 06449 Aschersleben | 03473-808293 |
| Aschersleben II | Weinberg 11 | 06449 Aschersleben | 03473-699785 |
| Blankenburg | Lange Straße 33 | 38889 Blankenburg | 03944-369009 |
| Osterwieck | Hornburger Straße 6 | 38835 Osterwieck | 039421-75360 |
| Wernigerode | Grüne Straße 27 | 38855 Wernigerode | 03943-265274 |
| Benneckenstein | Oberstadt 2 | 38877 Benneckenstein | 039457-39873 |
| Altstadt | Voigtei 32 | 38820 Halberstadt | 03941-604280 |
| Breiter Weg | Breiter Weg 35 | 38820 Halberstadt | 03941-24835 |
| Schlanstedt | Breite Straße 37 | 38838 Schlanstedt | 039401-775 |
| Ilsenburg | Marienhöfer Straße 9a | 38871 Ilsenburg | 039452-209925 |
| Wernigerode II | Burgstraße 14 | 38855 Wernigerode | 03943-2090415 |